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Ernst Ludwig-Presse 1907 - 1919
In Darmstadt wurde Friedrich Wilhelm Kleukens zusammen mit seinem Bruder Christian Heinrich 1907 die Leitung der Privatdruckerei des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen übertragen.
Friedrich Wilhelm Kleukens, der mit Fritz Helmuth Ehmcke und Georg Belwe 1900 bis 1903 die Steglitzer Werkstatt betrieben hatte, setzte sich im Gegensatz zu seinem Bruder Christian Heinrich für eine rational geordnete Typographie im Buch ein. Nach der Steglitzer Werkstatt war er bis 1906 an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe und Graphik in Leipzig, daraufhin kam er zur Darmstädter Künstlerkolonie. 1919 gab Friedrich Wilhelm Kleukens diese Tätigkeit auf und gründete die Ratio-Presse.

@ Neunzehn Bücher, zwei Hefte und ein Einblattdruck dieser Presse sind am Klingspor-Museum einsehbar. Hier kann der Wandel vom >malerischen< zum >typographischen< Buch nachvollzogen werden, denn der Einfluß von Friedrich Wilhelm Kleukens bewirkte bald eine Abkehr von der überschwenglichen Ornamentik des Jugendstils.